Das Schlüsselbein (Klavikula, Clavicula) gehört zum Schultergürtel und ist im vorderen Bereich auch deutlich sicht- und tastbar. Der Knochen, welcher wie ein S geformt ist, liegt zwischen dem Brustbein (Sternum) und dem Schulterblatt (Skapula). Kleine Gelenke verbinden das Schlüsselbein mit den anliegenden Strukturen. Zum einen das Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk (Articulatio sternoclavicularis) und zum anderen das Schultereck-Schlüsselbein-Gelenk (Articulatio acromioclavicularis). Durch seine exponierte Lage ist es extrem anfällig für Brüche oder Prellungen. Das Schlüsselbein verbindet als einziger Knochen den Rumpf mit den Schultern. Diverse starke Bänder und Sehnen verbinden das Schlüsselbein mit dem Brustbein, den Rippen und weiteren Schulterstrukturen.

Das Schlüsselbein ist für die Erweiterung der Schulterbeweglichkeit zuständig. Durch die beiden Gelenke wird die Beweglichkeit vor allem beim Heben der Arme maßgeblich erweitert. Des Weiteren ist es ein wichtiger Ansatzpunkt für Muskeln am vorderen Kopf-, Schulter- und Brustbereich.

Nichts selten kommt es allerdings zu Brüchen des Schlüsselbeins (Klavikulafraktur) durch Stürze oder Gewalteinwirkung. Schon bei Neugeborenen kann es vorkommen, das sie sich das Schlüsselbein bei der Geburtbrechen. Das ist allerdings ein eher seltenes Phänomen. Mehr Probleme machen die angrenzenden Schulterstrukturen. Sehnen-, Bänder- oder Kapselrisse können genauso wie eine Fraktur mit einer Schlüsselbeinbandage unterstützend therapiert werden.

Probleme mit dem Schlüsselbein

Schlüsselbeinbruch veranschaulicht

Abbildung: Schlüsselbeinbruch. Bildquelle: joshya / Shutterstock.com

Das häufigste Problem des Schlüsselbeins ist die Klavikulafraktur. Sie ist die zweithäufigste Fraktur im menschlichen Körper. Dabei kommt diese durch einen Sturz auf die Schulter zustande oder durch einen Sturz auf den gerade vorm Körper ausgestreckten Arm. Bei dieser Fraktur unterscheidet man drei Arten von Brüchen, die je nach Lage des Bruchs benannt sind. Bricht das Schlüsselbein in der Mitte, spricht man vom Schaftbruch, bricht es nahe der Schulter, ist vom akromialen Bruch die Rede und nahe dem Brustbein vom sternalen Bruch.

Neben Frakturen/Brüchen sind es Erkrankungen oder Probleme des Schulterkomplexes, die zu Problemen mit dem Schlüsselbein führen. So zum Beispiel bei Bänderrissen wie der Schultereckgelenksprengung (ACS-Sprengung). Hierbei sind die Bänder des Schultereckgelenks gerissen und es kommt zu einem Hochstand des akromialen Schlüsselbeins. Man spricht auch vom Klaviertastenphänomen.

Auch Verrenkungen sind möglich. Wieder einmal sind es Stürze, die zu einer Verrenkung und einem Schiefstanddes Schlüsselbeins führen. Das Schlüsselbein steht dann am Brustbein hervor und muss wieder eingerenkt werden. Genau wie der Verrenkung kann es durch ungünstige Überbelastungen zu Überdehnungen und Zerrungen der mitwirkenden Sehnen, Muskeln und Bänder kommen.

Ein Impingement-Syndrom an der Schulter, bei welchem es durch eine ossale/knöcherne Fehlbildung zu einer Verletzung oder dem Abriss einer Bandstruktur kommt, hat ebenfalls deutliche Auswirkungen auf das Schlüsselbein.

Neben Problemen die durch Unfälle oder Überbelastung entstehen können generell auch Erkrankungen der Knochen zu Schmerzen am Schlüsselbein führen. Osteoporose, Rheuma oder eine degenerative Erkrankung wie Arthrose kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Wann macht eine Schlüsselbeinbandage Sinn?

Bei einem Schlüsselbeinbruch ist es schwierig, diesen zu fixieren. Immerhin ist es kein Knochen, der frei- und alleinstehend liegt. Daher werden des Öfteren Schlüsselbeinbandagen eingesetzt, um dieses solange stillzulegen, bis der Bruch verheilt ist. Auch im Anschluss an eine Operation oder nach dem Abheilen des Bruchs kann es sinnvoll sein, das Schlüsselbein bzw. die anliegenden Bänder erst nach und nach wieder zu mobilisieren.

Auch nach einem Bänder-, Sehnen- oder Kapselriss kann ebenfalls eine Schlüsselbeinbandage eingesetzt werden. Meistens wird damit die Schulter immobilisiert und die Regeneration kann schneller und einfacher stattfinden.

Wer Probleme mit einer springenden Schulter oder einem springenden Schlüsselbein hat, kann dies mithilfe einer Clavicula-Bandage korrigieren. Es handelt sich meist um Bänderdehnungen, welche für eine Instabilitätsorgen. Durch eine Immobilisierung kann eine Regeneration erfolgen.

Clavicula-Bandagen werden oft auch zur Haltungskorrektur eingesetzt. Eine Fehlstellung im Schulterbereich kann also ebenfalls durch den Einsatz entsprechender Bandagen therapiert werden. Vor allem ein Schulterengpass-Syndrom oder Impingement-Syndrom profitiert von der Therapie mit einer Schlüsselbeinbandage.

Bei Wasseransammlungen (Ödemen) im Schultergelenk oder bei Verkalkungen in der Schulter kann eine Clavicula-Bandage helfen. Sie stellt das Gelenk ruhig oder zumindest ruhiger und gibt dem Körper so die Möglichkeit, Entzündungen oder Wasseransammlungen abzutransportieren. So werden auch unbewusste Bewegungen und Fehlbewegungen vermieden und es droht kein unangenehmer Schmerz. Bestehende Schmerzen können gemindert oder beseitigt werden.

Schlüsselbeinbandagen Modelle

Schlüsselbein Bandage

Schlüsselbeinbandagen sorgen für eine Geradestellung des Schulterbereichs und damit für ein gerades Anwachsen des Schlüsselbein-Knochens nach der Operation. Bildquelle: Kasa1982 / Shutterstock.com

Die einfache Schlüsselbeinbandage dient vor allem der Haltungskorrektur und der teilweisen Immobilisierung der Schulter. Nur dadurch können Bänder und Sehnen am akromialen Schlüsselbein abheilen. Gleichzeitig wird die Haltung des oberen Rückens und des Schlüsselbein-Brustbein Bereichs korrigiert. Diese Clavicula-Bandagen dienen als Geradehalter und werden auch zur Impingement-Therapie eingesetzt. Sie sind aus weichen elastischen Materialien gefertigt, welche um die Schultern und Achseln gezogen werden, ähnlich wie ein Holster. Die elastischen Gurte überkreuzen sich meist über dem Rücken.

Clavicula- oder Schlüsselbeinbandagen mit Schulterblattpelotte am Rücken erzeugen mehr Stabilität. Sie sind weich gepolstert, atmungsaktiv an der Pelotte und flach anliegend an bzw. in der Achsel designt. Das verstärkte Rückenteil kann wesentlich mehr Zug aufbauen als die Bandagen aus elastischen Materialien. Sie stabilisieren mehr und werden sowohl bei Sehnenscheidenentzündungen, Gelenkentzündungen oder auch Arthrosebeschwerden eingesetzt. Auch postoperativ finden sie Verwendung, da sie den Schulterbereich ruhigstellen. Die Materialien sind weich aber nicht elastisch. Sie sind oft gepolstert und können über Gurte, Klettverschlüsse oder Schlaufen ideal eingestellt werden.

Rucksackverbände sind ebenfalls Clavicula-Bandagen. Sie sind sehr stabil um die Schultern und verfügen über einen an der Wirbelsäule gerade herunterlaufenden Gurt, an welchem man über eine Schlaufe und Verschlüsse den benötigten Zug aufbauen kann. Während die Gurte im vorderen Brustbereich und über der Schulter relativ dick sind, sind die Teilbereiche unter der Achsel flach und anschmiegsam. Eine weitere Schlaufe, welche unter der Brust verläuft sorgt für noch mehr Stabilität und eine noch bessere Regeneration.

Etwas aufwendiger sind sogenannte Schulter-Schlüsselbein-Bandagen. Sie sind weich, stark gepolstert und legen sowohl die Schulter und das Schlüsselbein als auch den entsprechenden Arm still. Bei komplizierteren Frakturen mehrerer Strukturen eingesetzt. Materialien wie Neopren und Netzstoff sorgen für einen angenehmen Tragekomfort. Auch hier dienen Klettverschlüsse und Schlaufen der idealen und individuellen Einstellung.

Kriterien für gute Schlüsselbeinbandagen

  • flach anliegend und nicht einschneidend in der Achsel
  • starker Halt für Immobilisierung
  • je nach Fall optimale Bewegungsfreiheit oder Stilllegung
  • atmungsaktive Materialien
  • softe Polster für besseren Tragekomfort
  • ideale Größe und Passform

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