Der Nacken (Nucha, Regio cervicalis posterior) ist der hintere Teil des Halses. Zu ihm gehört nicht nur die Halswirbelsäule, sondern auch das Genick. Die Halswirbelsäule besteht aus sieben Wirbeln mit je einer Bandscheibe zwischen den Wirbeln. Nur Atlas und Axis die ersten zwei Wirbel am Kopf besitzen keine Bandscheibe zwischen sich. Der zweite Wirbel Axis hat einen knöchernen Dornfortsatz zum Kopf hin, dadurch entsteht eine gelenkige Verbindung zwischen den Beiden. Extrem viele Muskeln, Sehnen, Bänder und Nerven verlaufen am Nacken. Die Nackenmuskulatur stellt dabei den Großteil der Struktur des Nackens. Diese setzt sich im vorderen Bereich aus Musculus rectus capitis lateralis und Musculus rectus capitis anterior zusammen. Im hinteren oder inneren Bereich liegen Musculus obliquus capitis superior, Musculus obliquus capitis inferior, Musculus rectus capitis posterior minor und Musculus rectus capitis posterior major.

Die Wirbel im Nacken sind im Gegensatz zur übrigen Wirbelsäule mit Gelenken versehen den Uncovertebralgelenken. Sie verstärken die Halswirbelsäule an besonders empfindlichen Stellen. Zusätzliche Gelenke sorgen für zusätzliche Gelenkprobleme. Viele Gelenke und viele Muskeln erlauben es einem, den Kopf zu drehen, zu beugen, zu strecken und darüber hinaus die Schultern hochzuziehen oder den Kopf schief zu legen.

Viele Muskeln, eine empfindliche Nähe zum Kopf und extrem viele Möglichkeiten der Bewegung machen den Nacken empfindlich für muskuläre Verspannungen, Blockaden oder Bandscheibenprobleme. Bei Unfällen kann es zu Überbelastungen, Zerrungen oder Überdehnungen der beteiligten Sehnen und Bänder kommen. Dasselbe gilt für Gewalteinwirkung, wie sie bei einem Schlag ins Gesicht oder gegen den Kopf vorkommt.

Probleme mit dem Nacken

Nackenverspannungen

Nackenverspannungen der Muskulatur können mit Nackenstützen auch kurzfristig entlastet und gelindert werden. Bildquelle: g-stockstudio / Shutterstock.com

Bei Nackenbeschwerden spricht man auch oft vom Zervikalsyndrom oder HWS-Syndrom. Gemeint sind immer wieder auftretende Nackenschmerzen unterschiedlichen Ursprungs. Am meisten verbreitet sind Muskelverspannungen, Blockierungen oder Verhärtungen. Durch andauernde Überbelastung, Fehlhaltungen oder Fehlstellungen der Wirbelsäule müssen einzelne Muskelgruppen extrem viel arbeiten. Ohne die entsprechende Regeneration und auch durch einen Mangel an Magnesium kommt es zu krampfenden Muskeln, die manchmal nicht mehr lockerlassen.

Probleme mit den Bandscheiben der Halswirbelsäule können auch zu erheblichen Nackenbeschwerden führen. Bandscheiben sind kleine gallertartige Pufferscheiben mit flüssigem Kern zwischen den einzelnen Wirbeln. Sie schützen vor Druck und Reibung. Doch die Bandscheiben können aus ihrer Stellung herausquellen bzw. sich vorwölben (Protrusion). Dort können sie auf Nervenbahnen drücken und so zu Schmerzen und Lähmungserscheinungen führen. Bricht die Bandscheibe auf und drückt auf umliegende Strukturen spricht man vom Vorfall oder Prolaps.

Das Schleudertrauma ist eine Verstauchung der Halswirbelsäule. Durch eine ruckartige Beschleunigung des Kopfes können die Bänder und Sehnen überdehnen oder Strukturen verdrehen sich. Dadurch kommt es zu einem Stabilitätsverlust, zu Muskelverspannungen und manchmal sogar zu Schäden an Bandscheiben und Wirbelkörpern. Übelkeit, Erbrechen und Schwindel sind Symptome dieses Traumas.

Osteoporose, besser bekannt auch als Knochenschwund, ist eine degenerative Knochenerkrankung. Die Knochensubstanz mineralisiert nicht mehr richtig und nimmt insgesamt an Stabilität ab. Es kann zu Ermüdungs- oder Sinterbrüchen kommen. Insgesamt eine schmerzhafte Erkrankung, welche oft mit Bewegungseinschränkungen verbunden ist.

Da im Nackenbereich viele Gelenke und Knochen beheimatet sind, kann es auch hier zur degenerativen Abnutzung von Knorpel, Gelenkflüssigkeit und sogar Knochensubstanz kommen. Arthrose im Nacken und Wirbelbereich, wie eine Spondylarthrose oder die zervikale Arthrose, führt zu Entzündungen, Schwellungen und Einschränkungen bezüglich der Beweglichkeit.

Wann macht eine Nackenstütze Sinn?

Bei immer wieder auftretenden muskulären Verspannungen im Nackenbereich kann man mit einer Nackenstütze zeitweise seine Halswirbelsäule und somit auch den Nacken entlasten. Die Muskeln können sich entspannen und durch die von der Bandage erzeugte Wärme lockern sich auch feste Verspannungen.

Bei einem steifen Nacken kann eine Nackenstütze ebenfalls helfen. Hier ist es ebenfalls die Wärme als auch der Schutz vor weiteren schmerzhaften Bewegungen, die für Entspannung und Regeneration sorgen. Die stützenden Eigenschaften entlasten die beteiligten Muskeln und verbessern das Wohlbefinden.

Bandscheibenvorfall HWS

Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule verursacht Schmerzen, die mit Hilfe einer Nackenstütze gemildert werden können. Bildquelle: metamorworks / Shutterstock.com

Wer Bandscheibenprobleme im Halswirbelbereich hat, muss besonders aufpassen. Hier kommt es noch schneller zu einer erschwerten Bewegungsfreiheit. Schon leichte Muskelverspannungen können zu großen Schmerzen an Nerven führen, die bereits durch eine vorgewölbte oder aufgebrochenen Bandscheibe eingeengt werden.

Bei einem Schleudertrauma oder im postoperativen Zustand werden ebenfalls Nackenstützen oder Halskrausen genutzt. Sie schonen die Wirbelsäule und die umliegenden Sehnen und Bänder. Muskeln werden sowohl stimuliert als auch entlastet. Schmerzen werden gemindert und weiteren Verletzungen kann vorgebeugt werden.

Bei degenerativen Erkrankungen wie Arthrose oder Osteoporose schmerzen sowohl die Gelenke als auch die Knochen. Dadurch können schon kleinste Bewegungen problematisch werden. Um dem Nacken immer wieder Auszeiten zu gönnen und die Degeneration zu verlangsamen, können Nackenbandagen eingesetzt werden. Sie entlasten, stabilisieren, mindern Schmerzen und unterstützen den sensiblen Nacken- und Halsbereich.

Wer unter einer Fehlhaltung der Halswirbelsäule leidet, kann mit dem Tragen einer Halskrause seine Halswirbelsäule (HWS) in die korrekte Haltung bringen. Ausgenommen sind allerdings dauerhaft verknöcherte Veränderungen.

Nackenbandage / Halskrause / Nackenstütze Modelle

Halskrausen oder Nackenstützen sind feste, soft gepolsterte Krausen, welche den gesamten Hals umschließen. Sie entlasten den Hals- und Nackenbereich und sorgen für mehr Stabilität. Der feste Schaumstoff aus welchem sie aufgebaut sind, ist die ideale Stütze. Beschwerden am Bänderapparat können mit einer stabilen Stütze besser abheilen und Schmerzen können gemindert werden. Die Nackenstützen werden mit Klettverschlüssen im Nackenbereich verschlossen. Sowohl Arthrosen als auch Bandscheibenschäden und postoperative Zuständekönnen mit ihnen unterstützt werden.

Hals- und Nackenbandagen bestehen aus einem robusten Neopren oder ähnlich gefertigtem Textilstoff. Sie haben nur einen leichten Stützeffekt, sorgen aber durch den wärmenden Effekt für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung des umliegenden Gewebes. So können Muskeln besser entspannen und Blockaden besser regenerieren. Sie sind im Gegensatz zu Halskrausen, die rundherum gleich breit sind, vorne am Hals schmaler als im Nackenbereich. Das erhöht der Tragekomfort und lässt viel mehr Bewegungsspielraum als eine herkömmliche Halskrause. Auch sie werden mit breiten Schlaufen und Klettverschlüssen geschlossen.

Cervicalstützen mit Kompressionseffekt sind für die Behandlung muskulärer Leiden gedacht. Sie sind fester im Nackenbereich und oftmals mit Teilbereichen aus Kompressionsgestrick gefertigt. Weiche Polster schützen die Haut. Einige Varianten verfügen über integrierte Pelotten mit magnetischen Inlays. Diese sollen sich positiv auf die Regeneration von Muskeln auswirken und sie sollen Schmerzen lindern. Auch diese Art der Bandage ist am vorderen Halsbereich schmaler als im Nacken.

Kriterien für gute Nackenbandagen / Halskrausen

  • optimaler Stabilisierungsgrad
  • weiche Polster
  • atmungsaktive Materialien
  • stabile Verschlüsse für idealen Halt
  • weiche Nähte zur Hautschonung

Empfehlenswerte Nackenstützen

Bort Cervicalstütze Eco 2 blau


  • zur Ruhigstellung des Halses tagsüber und nachts
  • ideal bei Schleudertrauma der Halswirbelsäule (sog. Peitschenschlagverletzung), schmerzhaftem Schiefhals, nach Operationen an der Halswirbelsäule und nach Schiefhalsoperationen, HWS-Syndrom
  • blau-schwarz oder natur

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Soles Halskrause und Nackenbandage


  • MEDIZINISCHE QUALITÄT – Die Soles Halskrause ist aus hochwertigen, atmungsaktiven und komfortablen Material gefertigt. Der Kern besteht aus stützenden Schaumstoff, der die Stabilität verbessert und Unterstützung des Halses und des Kinns gewährleistet.
  • SCHMERZLINDERUNG UND REHABILITATION – Die Soles Halskrause wurde konzipiert, um eine maximale Unterstützung zu gewährleisten und die Schmerzen bei Verletzungen des Halses zu lindern, indem die Wirbel entlastet werden. Die Soles Halskrause lindert auch Schmerzen bei Verstauchungen und Zerrungen und lindert Kopfschmerzen, welche durch diese Verletzungen hervorgerufen werden.
  • BEQUEMER SITZ DEN GANZEN TAG – Die Soles Halskrause ist so geformt, dass sie bequem Ihren Nacken stützt und ihn dank des atmungsaktiven Materials warm und angenehm hält. Die Soles Halskrause kann bequem beim Schlafen, Arbeiten und Autofahren getragen werden.
  • LANGLEBIG – Die Soles Halskrause wurde für den längeren, ganztäglichen und alltäglichen Gebrauch konzipiert. Siehe Produktdetails für Reinigungshinweise.

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