Ein Nabelbruch oder eine Nabelhernie (Umbilikalhernie) ist ein Bruch oder Riss in der Bauchwandfaszie, welcher sich in unmittelbarer Nähe des Bauchnabels befindet. Dieser Bruch/Riss unterscheidet sich, bis auf die Lokalisation, nicht von einem Leistenbruch. Auch durch diesen Riss der Bauchwand können innere Organe herausquellen. Meistens ist es ein Stück Darm, welches austritt, selten verirren sich auch andere Organe nach draußen. Das so eine Öffnung problematisch werden kann, ist nicht sehr verwunderlich. Gelangen innere Organe nach außen oder unter die Bauchhaut sind sie zwar noch im Bauchfell eingeschlossen und bilden mit diesem zusammen den sogenannten Bruchsack und Bruchinhalt, kann es trotzdem zu Abschnürungen oder Quetschungen kommen.

Oft bemerken die Betroffenen nur eine Ausstülpung am Bauchnabel. Trotzdem sollte man direkt darauf reagieren und einen Arzt aufsuchen, auch wenn es zu Beginn eines Nabelbruchs noch keine oder kaum Schmerzen gibt. Ein Nabelbruch muss meistens operiert werden, damit im Nachhinein nicht die Gefahr besteht, dass doch noch Organe nach außen treten. Die Zeit vor der OP als auch die Zeit im Anschluss kann ein Nabelbruchband helfen, Schlimmeres zu verhindern.

Bei Kindern kann ein Nabelbruch angeboren sein und er wird auch nicht immer operativ korrigiert. Der Nabelring ist die Durchtrittsstelle der Nabelschnur im Bauch der Mutter. Dieser vernarbt normalerweise im Anschluss an die Geburt. Bei gut 20 % aller Babys geschieht dies aber nicht. Die Lücke bleibt bestehen und bildet sich allerdings bis zum Vorschulalter wieder zurück. Tut er dies nicht, muss die Öffnung doch operativ geschlossen werden.

Auch wenn der Nabelbruch bei Säuglingen häufig ist und meistens auch harmlos ist, sollte man einen Arzt aufsuchen. Ist der Nabelbruch beschwerdefrei, wird der Arzt ihn lediglich reponieren (zurück verlagern). Hat der Nabelbruch allerdings einen Durchmesser von über einem Zentimeter oder das Kind hat Beschwerden, muss vorher eine OP erfolgen.

Probleme durch einen Nabelbruch

Der Riss in der Bauchdecke oder die Bruchpforte kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Denn durch das Austreten eines Stück Darms oder anderen Organs, kann es zur Inkarzeration kommen. Das bezeichnet einen Zustand, bei welchem die Blutzufuhr zu dem außen liegenden Teil des Organs abgeklemmt wird. Es kommt zur Unterversorgung mit Blut und Sauerstoff, das Gewebe droht abzusterben. Das ist ein lebensbedrohlicher Zustand, bei welchem nicht nur ein Organversagen sondern auch eine Blutvergiftung und Schlimmeres drohen kann. Bei Schmerzen an einer nach außen gewölbten Stelle am Bauchnabel sollte man daher immer einen Arzt aufsuchen oder sich direkt ins Krankenhaus begeben.

Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass die Bauchdecke insgesamt instabiler ist. Schon Tätigkeiten wie Husten, Niesen, Pressen beim Stuhlgang oder Heben können zu einer Erweiterung des Risses führen oder zu einemAustritt von ansonsten innen liegenden Organen führen. Man kann also mit einem unbehandelten Nabelbruch nicht mehr wie vorher arbeiten und seine Hausarbeit verrichten. Eine Spontanheilung bei Erwachsenen mit Nabelhernie ist extrem selten.

Die Ursachen für einen Nabelbruch können vielfältig sein. Von einem angeborenen Nabelbruch bis hin zur Bindegewebsschwäche ist vieles möglich. Schwachstellen in der Bauchhaut können schon durch zu viel Druck im Bauchraum wie er beim Niesen entsteht reißen. Auch wer zu schwer hebt, riskiert mitunter einen Nabelbruch. Darüber hinaus kommen Nabelbrüche bei starkem Übergewicht oder auch in der Schwangerschaft vor.

Wann macht ein Nabelbruchband Sinn?

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es sinnvoll sein, ein Nabelbruchband zu nutzen und auch Erwachsene, die auf eine Operation warten profitieren von der zusätzlichen Stabilität.

Wer im Erwachsenenalter unter einem Nabelbruch leidet, sollte vor dem Einsatz eines Nabelbruchbandes diesen vom Arzt abklären lassen. Ist der Bruch bzw. Riss nicht zu groß und können evtl. ausgetretene Organe wieder in den Bauchraum verlagert werden, kann man bis zum OP Termin den Riss durch ein Bruchband schützen. Da die Bauchdecke insgesamt durch den Riss instabiler als gewöhnlich ist, muss sie stabilisiert werden. Nur so kann eine Erweiterung oder ein erneutes Austreten verhindert werden. Da schon Tätigkeiten wie zu festes Pressen beim Stuhlgang zu schlimmeren Vorfällen führen können, ist ein Schutzband hier unerlässlich.

Bei größeren ober problematischen Nabelhernien bei Kleinkindern sollte auf jeden Fall ein Nabelbruchband eingesetzt werden. Kinder haben noch kein Verständnis dafür, dass sie nicht mehr so wild toben dürfen oder vorsichtig sein müssen. Deswegen ist hier ein Schutzband umso wichtiger. Auch im Anschluss an eine Operationkann ein Nabelbruchband genutzt werden um die Wunde noch eine Weile zu schonen.

Das Nabelbruchband hilft, die Stabilität aufrechtzuerhalten ist aber keine alleinige Therapiemethode. Außerdem kann man auch nicht mit einem Bruchband wie vorher arbeiten, schwer Heben oder andere körperlich anstrengende Arbeiten verrichten. Es ist insgesamt Vorsicht geboten.

Nabelbruchband Modelle

Es gibt einige Unterschiede bei Nabelbruchbändern. Vor allem ist zwischen Nabelbruchbandagen für Neugeborene, Kinder und Erwachsene zu unterscheiden.

Nabelbruchbandage

Nabelbruchbandage. Quelle: Amazon.de

Die Abdominalbandagen sind aus elastischen Materialien gefertigt. Hier geht es nicht um die Stimulation des umliegenden Gewebes, sondern einzig und allein um den Schutz der geschädigten Stelle. Dabei sind die Bandagen in den meisten Fällen aus einem mehr oder weniger elastischem Material gefertigt und mit großflächigen Klettverschlüssen versehen. Diese können je nach Körperumfang geschlossen werden. Oftmals werden der gesamte Oberbauch und ein Teil des Unterbauches von der Bandage umschlossen und so stabilisiert. Hier kommt es darauf an, wo genau der Nabelbruch liegt. Liegt er beispielsweise unterhalb des Bauchnabels oder seitlich davon, kann man eine entsprechend große Bandage bzw. ein entsprechend großes Stützband tragen. Während einige Bruchbänder nur einlagig um den Bauch geschlungen werden, gibt es aufwendigere Bruchbänder, welche mehrere Schichten elastischen Materials übereinander verarbeiten. Sie bieten auch ohne Pelotte ein hohes Maß an Unterstützung.

Die aufwendigeren Abdominalstützen verfügen über integrierte Pelotten in O-Form. Sie sind so in das elastische Gewebe eingearbeitet, dass sie speziell den Bereich um den Bauchnabel herum gesondert stabilisieren. So muss kein zusätzlicher Druck über ein Engerstellen der Bandage erzeugt werden.

Gürtel für Kinder sind schlanker, ganz abgesehen von ihren generell kleineren Ausmaßen und verfügen über eine spezielle gepolsterte Pelotte, die über dem Bruch/Riss angelegt wird. Sie sind rutschfester als die Versionen für Erwachsene.

Die schlanken Gürtel gibt es auch für Erwachsene. Die Hernien- oder Bauchbruchgürtel sind besonders flach, anschmiegsam und elastisch. Sie haben, dank weicher Materialien, einen hohen Tragekomfort und werden über ein Schlaufensystem verstellt.

Kriterien für gute Nabelbruchbänder

  • gute Stabilität für idealen Schutz und Stützeffekt
  • Pelotte für mehr Halt und guten Tragekomfort
  • Klettverschlüsse und Schlaufen zur individuellen Einstellung
  • atmungsaktive und hautfreundliche Materialien
  • Wärmeeffekt falls gewünscht zur Schmerzlinderung

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