Quer durch die Ebenen der vorderen Bauchwand zieht sich der sogenannte Leistenkanal. Hier verlaufen wichtige Nervenbahnen, Lymphgefäße und Blutbahnen. Darüber hinaus liegen beim Mann der Samenstrang und bei Frauen das Mutterband in der Leiste.

Der Leistenkanal besteht aus unterschiedlichen Bändern, Sehnen, Muskeln und Bindegewebe. Er schützt die sensiblen Nervenbahnen und weiteren Gefäße. Leider hat dieser Kanal seine Schwachstellen. So können beim Heben schwerer Gegenstände oder bei starkem Druck Risse im Kanal entstehen.

Ein Leistenbruch ist also ein Eingeweidebruch (Hernia inguinalis). Dabei bricht die vordere Bauchwand in der Leistengegend und es entsteht eine Bruchpforte. Durch diese können Eingeweide nach außen treten und sich vorwölben. Ein Stück des Darms kann sich zum Beispiel nach außen wölben und für Schmerzen und Entzündungen sorgen. Dabei liegt der Darm nicht direkt außerhalb der Körperhöhle. Er ist immer noch vom Bauchfell umgeben und bildet mit diesem zusammen den Bruchsack.

Bemerkbar macht sich der Leistenbruch immer erst, wenn es schon zu spät ist. Eine Beule am Unterbauch in der Nähe der Leiste, die bei Berührung und Druck schmerzt, ist typisch für die Leistenhernie. Die Schmerzen können auch in die Leiste der betroffenen Körperseite ausstrahlen. Beim Heben und Tragen von leicht schweren Gegenständen melden sich Schmerzen und Stiche in der betreffenden Gegend. Auch beim Husten, Lachen, Niesen, Pressen oder Prusten kann es durch die Erhöhung des Drucks zu Schmerzen kommen. Solange der Leistenbruch noch reponierbar ist, also noch zu richten ist, und es noch nicht zu Verletzungen oder Schäden am Darm gekommen ist, kann ein Leistenbruchband helfen, die Zeit bis zur OP so schmerzfrei wie möglich zu überstehen.

Probleme durch einen Leistenbruch

Bei wem ein Leistenbruch festgestellt wurde und bei wem noch nicht sofort operiert wird, der kann die Zeit bis zur OP ein Leistenbruchband oder Bruchband tragen, um Schlimmeres zu verhindern. Da Leistenbrüche sowohl Männer als auch Frauen treffen können, und es Unterschiede in der Anatomie gibt, gibt es auch verschiedene Bruchbänder und Bruchslips.

Das Problem bei einem Leistenbruch ist, dass schon von Natur aus ein gewisser Druck auf der Leiste liegt. Die Bauchmuskeln und die Organe im Inneren drücken auf die Leistenbänder. Besteht ein Bruch in dieser Region, reichen schon Tätigkeiten wie Niesen, Husten oder das Pressen beim Stuhlgang, um Organe nach außen zu befördern. Meistens ist es der Darm bzw. ein Teil davon, seltener können auch andere Organe zum Teil nach außen wegsacken. Beim asymptomatischen oder indirekten Leistenbruch ist noch kein Gewebe nach außen getreten. Es liegt lediglich deine Öffnung in der Leiste vor.

Die asymptomatische Form ist oftmals angeboren. Vor allem männliche Neugeborene und Kinder können einen indirekten Bruch haben. Das liegt daran, dass beim Ungeborenen die Hoden durch den Leistenkanal nach unten wandern. Schließt sich danach die Öffnung nicht, liegt automatisch ein indirekter Bruch vor.

Egal ob Mann, Frau, Mädchen oder Junge, Probleme können entstehen, wenn die Leistenhernien unbehandelt bleiben. Wer einen Leistenbruch hat, auch wenn dieser noch asymptomatisch ist, muss ohne eine Behandlung mit Konsequenzen rechnen. Die Gefahr ist groß, dass aus einem kleinen Bruch ein großes Problem wird. Durch die Öffnung der Körperhöhle können Eingeweide austreten und teilweise sogar abgeklemmt werden. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Stück Darm oder Organ absterben. Es kommt zu schweren Entzündungen und kann bis zur Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Insgesamt lebensbedrohliche Zustände, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Anhaltende Leistenschmerzen sollten daher immer beim Arzt abgeklärt werden.

Wann macht ein Leistenbruchband Sinn?

Solange der Leistenbruch noch nicht zu einem Austreten von Organen geführt hat, ist ein Bruchband oder Bruchslip sinnvoll.

Mit einem Leistenbruchband kann man die Zeit bis zur Operation unbeschadet überstehen. Da die Bruchstelle von außen gestützt und geschützt wird, minimiert sich das Risiko für einen Austritt. Dabei ist das Bruchband kein Freischein für weitere körperliche Belastungen. Es ist lediglich ein zusätzlicher Schutz, der die Zeit bis zur chirurgischen Korrektur überbrückt. Der unbeschadete Zustand kann durch das Tragen eines Bruchbandes nicht wieder hergestellt werden. Im Falle einer Leistenhernie sollte man sich schonen und auf das Tragen von Gegenständen als auch auf schwere körperliche Arbeit verzichten.

Je nach Ort und Zustand des Leistenbruchs können unterschiedliche Arten von Bruchbändern genutzt werden. Es gibt für Männer und Frauen unterschiedliche Leistenbruchbänder, da auch die Lage und die darin enthaltenen Strukturen verschiedene Anforderungen haben.

Nach einer Leistenbruch Operation kann es ebenfalls sinnvoll sein, eine Zeit lang noch ein Leistenbruchband zu tragen. So kann die operierte Stelle geschützt und stabilisiert abheilen und es kommt nicht zu einem erneuten Aufbruch durch übermäßigen Druck.

Leistenbruchbänder Modelle

Es gibt für beide Geschlechter unterschiedliche Modelle. Gleichzeitig gibt es einseitige und zweiseitige Bruchbänder. Denn im schlimmsten Fall ist die Leiste sowohl links als auch rechts gebrochen.

Leistenbruch Band

Bildquelle: Yunava1 / Shutterstock.com

Einfache Leistenbruchbänder für Männer sind ähnlich wie ein Gürtel gefertigt. Sie sind von innen wattiert bzw. gefüttert und können an Gürtellöchern verstellt werden. Andere Modelle verfügen über eine weitere Schlaufe, welche zwischen den Beinen an der Leistenseite entlangführen und so führ mehr Stabilität sorgen. Die Polsterungen und das Material sorgen dabei für einen angenehmen Tragekomfort.

Die etwas breiteren und weicheren Leistenbruchbänder werden postoperativ genutzt. Sie verfügen ebenfalls über eine zusätzliche Schlaufe, die zwischen den Beinen durchführt und für mehr Stabilität sorgt. Ihre Auflagefläche ist verbreitert und stützt auch umliegendes Gewebe.

Ein doppelseitiges Leistenbruchband verfügt über eine breite Stützfläche im Leisten- und Schambereich oder sie ist mit zwei einzelnen Pelotten versehen. Diese Bruchbänder können aus Leder und weichen Polstern und Bezügen bestehen oder sie sind aus einem soften und ebenfalls gepolsterten Kompressionsgestrick gefertigt. Es führen zwei Schlaufen durch die Beine. Sie werden in der Leiste positioniert und sie sind am Po mit flachen Bändern versehen. So bleibt der Tragekomfort im Sitzen bestehen.

Leistenbruchbänder für Frauen sind von der Grundform her ähnlich einem Slip aufgebaut. Zwei Schlaufen werden über die Beine gezogen und ein Gurt am Unterbauch hält das Bruchband. Auch hier kann es eine große Fläche mit Polstern oder Pelotten für beide Seiten geben, zwei einzelne Pelotten zur Abstützung zweier Brüche oder nur eine Pelotte. Das Material variiert und reicht von gepolstertem Leder über Kompressionsgestricke bis hin zu elastischen Kunststoffen mit Inlays.

Bruchslips können sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden. Es sind Unterhosen mit speziellem Kompressionsgestrick und festem Halt für den vorderen Unterbauch. Es können weitere Pelotten für eine maximale Stützkraft integriert sein.

Kriterien für gute Leistenbruchbänder

  • Ausführung für die passende Seite
  • ideale Größe und angenehmer Tragekomfort
  • starke Stützkraft für maximale Stabilität
  • weiche Polster und Stoffe
  • Anti-Rutsch-Effekt für mehr Sicherheit

Empfehlenswerte Leistenbruchbänder

®BeFit24 Beidseitiger Premium Leistenbruchgürtel für Männer


  • LINDERUNG VON LEISTENBRUCHSCHMERZEN: Dieses speziell für Männer entwickelte Bruchband lindert Bruchschmerzen und hilft bei ihrer Behandlung. Die Polster üben – je nach Lage des Bruches – einen sanften und abgestuften Druck auf die linke, die rechte oder beide Seiten aus. Es handelt sich um die perfekte Lösung, um links-, rechts- oder beidseitige Leistenbrüche zu behandeln.
  • PRÄ- UND POSTOPERATIVE BRUCHBANDAGE: Der Einsatz dieser Unterleibs-Bandage macht Ihr Leben vor oder nach der Bruchoperation erheblich einfacher. Sie können ganz normal und schmerzfrei laufen, Golfspielen oder zur Arbeit gehen, während Sie auf den Operationstermin warten. Die Bandage empfiehlt sich zur Bruchbehandlung bei genesenden Patienten, speziell bei zu erwartenden Risiken post-operativer Komplikationen, da sie das erneute Auftreten von Unterleibshernien verhindert.
  • OPERATION WENN MÖGLICH VERMEIDEN: Sollten Sie unter typischen Symptomen von Unterleibsbrüchen leiden, könnte dieses Unterleibs-Bruchband Ihr Lebensretter sein. Der regelmäßige Einsatz dieses Produktes verhindert eine Verschlechterung des Zustands und macht einen medizinischen Eingriff unter Umständen unnötig.
  • TOP QUALITÄT: Dieses Leistenbruchband überzeugt vor einer Leistenbruchoperation, während der Behandlung und nach der Genesung durch einen extrem hohen Tragekomfort. Es wird in Europa auf modernsten Maschinen produziert und wird – anders als andere Leistenbruch-Unterwäsche wie Shorts, Hosen, Gürtel und Bruchbänder – aus qualitativ hochwertigsten Materialien (Polyester – 50%, Latex – 40%, Baumwolle – 8%, Polyamide – 2%) hergestellt, die eine extreme Langlebigkeit gewährleisten.

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  • Der Leistenbruch-Stützgürtel wurde speziell für die Stützung von Leistenbrüchen entwickelt.
  • Dank des leichtgewichtigen Materials ist er sehr bequem zu tragen und komplett anpassbar
  • Wird mit 2 speziell entwickelten Kompressionspads aus Schaumstoff geliefert, die komplett anpassbar/entfernbar sind.
  • Um sicherzustellen, dass Sie die richtige Größe bestellen, messen Sie bitte direkt UNTERHALB Ihrer Taille.

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