Das Knie (Articulatio genus) ist das größte Gelenk im menschlichen Körper. Dabei verbindet das Kniegelenk Oberschenkelknochen (Femur) und Unterschenkel/Schienbein (Tibia) miteinander. Darüber hinaus gehört auch die Kniescheibe (Patella) zu diesem Gelenk. Die Verbindung zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen wird medizinisch als Femorotibiagelenk (Articulatio femorotibialis) bezeichnet und die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe Femoropatellargelenk (Articulatio femoropatellaris). Die einzelnen Flächen sind wie bei allen Gelenken mit Knorpel versehen. Umgeben ist das Gelenk von einer zweischichtigen Gelenkkapsel (Capsula articularis).

Das Kniegelenk ist zugleich das Aufwendigste. Es kann sowohl Drehbewegungen als auch Beuge- und Streckbewegungen ausführen und auch sehr schnell zwischen den einzelnen Bewegungen wechseln. Um diese Bewegungen möglich zu machen, interagieren unterschiedliche Sehnen, Bänder und Muskeln miteinander. Vielen Menschen sind die wichtigsten Strukturen von typischen Verletzungen bekannt. Dazu gehören das vordere und das hintere Kreuzband, das Innen- und das Außenband als auch die Quadrizepssehne, die Patellarsehne und die Beinbizepssehne.

Ohne das Knie sind Tätigkeiten wie Laufen, Gehen, Stehen und Tanzen unmöglich. Denn das Knie sorgt für die nötige Stabilität und den aufrechten Stand und Gang. Leider ist das Knie auch anfällig für eine Vielzahl unterschiedlicher Verschleißerscheinungen, Erkrankungen und Verletzungen. Sportunfälle wie Sehnen- oder Bänderrisse stehen dabei ganz oben auf der Liste häufiger Knieprobleme.

Probleme mit dem Knie

Bänderriss im Knie

Bildquelle: Sehnen-Teilabrisse im Knie können beim Sport durch hohe Kräfteeinwirkungen auf das Knie passieren. Bildquelle: tommaso79 / Shutterstock.com

Für Gelenke typische Leiden wie Entzündungen, Abrisse oder Teilabrisse (Rupturen, Teilrupturen) oder ein degenerativer Knorpel und Knochenabbau sind auch beim Knie relativ häufig zu finden. Bei einer falschen Bewegung oder einer Überanstrengung kann es zu einer Zerrung (Distorsion), zu einer Verrenkung (Luxation)oder einem Bänderriss kommen. Auch ein Gelenkkapselriss ist möglich und schmerzhaft. Wird das Kniegelenk bei einer Bewegung über den möglichen Bewegungsradius hinaus gestreckt oder bewegt, geben Bänder, Muskeln oder Sehnen nach. Auch die Gelenkkapsel, mit der darin befindlichen Gelenkflüssigkeit, kann beschädigt werden.

Wer sich allein schon ganz normal durch den Alltag bewegt, kann sich stoßen oder auch mal stolpern und stürzen. Schon werden durch den Aufprall Strukturen im Knie gequetscht und es kommt zur Prellung oder sogar zum Bruch (Fraktur) eines Knochens.

Wie bei allen Gelenken betrifft eine rheumatoide Erkrankung auch die Knie. Bei Autoimmunerkrankungen greifen die Immunzellen des Körpers diesen selbst an. Es kommt zu Entzündungen im ganzen Körper. Das führt zu Schwellungen, Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit. Die rheumatoide Arthritis ist die bekannteste dieser Erkrankungen. Andere Erkrankungen wie Osteoporose oder Gicht können selbstverständlich auch die Knie betreffen.

Kniearthrose

Bildquelle: Syda Productions / Shutterstock.com

Neben Autoimmunerkrankungen gehören auch degenerative Erkrankungen wie Arthrose zu den Ursachen für Knieprobleme. Bei der Kniearthrose (Gonarthrose) ist der Gelenkknorpel verschlissen und puffert die knöchernen Strukturen nicht mehr so gut gegeneinander ab. Teilweise kommt es zur Abnutzung der Knochensubstanz, was wiederum zu Entzündungen und Schmerzen führt.

Krankhafte Veränderungen können neben den Knochen und Knorpeln auch Sehnen und Bänder betreffen. Sehnenscheidenentzündungen (Tendosynovitis), Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) oder eine Muskelentzündung (Myositis) können zu ernsthaften Problemen führen.

Da das Knie auf der Vorderseite nur von wenig Bindegewebe und Haut bedeckt ist, kann es bei Stürzen zu Schürfwunder kommen. Durch diese können Keime, Bakterien, Viren oder Pilze ins Gelenk oder die Knochen eindringen und diese entzünden. Typisches Anzeichen für eine solche Entzündung ist eine deutliche Schwellung im Kniebereich.

Die Kniescheibe kann gesondert Erkrankungen, oft auch infolge von Unfällen. Zu diesen Erkrankungen gehört die springende Kniescheibe (Patellaluxation). Diese entsteht durch einen schwindenden Knorpel, wie er bei der Chondropathie vorkommt, aber auch durch die Larsen-Johansson-Krankheit bei Kindern (Entzündungsreaktion der Patellarsehne) oder beim Patellarspitzensyndrom (verändertes Sehnengewebe bei Erwachsenen). Auch bei Morbus Osgood-Schlatter (schmerzhafte Entzündung und Nekrosen am Schienbeinkopf und am Ansatz der Patellarsehne) kann es zur Instabilität und Schmerzen kommen.

Wann machen Kniebandagen Sinn?

Egal, aus welchem Grund das Knie in Mitleidenschaft gezogen wurde, sobald es von alleine nicht mehr genügend Stabilität aufbringen kann, empfiehlt sich eine Stütze oder Bandage. Auch für den Fall, dass das Knie zeitweise stillgelegt oder immobilisiert werden soll, können Stützen und Schienen helfen, ungewollte oder unbewusste Bewegungen zu vermeiden.

Bei entzündlichen Erkrankungen des Kniegelenks kann das Knie mithilfe einer Bandage, Schiene oder Stütze entlastet werden. Bandagen und Co geben dem Knie Stabilität und stimulieren gleichzeitig durch einen Kompressionseffekt und integrierte Massagepelotten das System und das umgebende Gewebe. Bei Bewegung kann so die Durchblutung verbessert werden und Entzündungen können besser und schneller abheilen.

Bei einem Bänder-, Sehnen- oder Muskelriss muss das Knie operiert werden. Auch wenn die Operationen meist minimalinvasiv durchgeführt werden können, muss im Anschluss das Knie vollkommen stillgelegt werden. Auch danach muss noch wochenlang eine Knieorthese oder Schiene getragen werden. Da Sehnen, Bänder und Co nur langsam heilen, muss man auch mit der vollständigen Belastung eine Weile warten. Nur so kann der Heilungsprozess ideal verlaufen.

Auch nach einer Fraktur kann es sein, dass das Knie noch eine Weile Unterstützung benötigt. Diese wird vor allem durch Knieorthesen und Kniestützen gewährleistet.

Bei krankhaften Veränderungen oder Problemen an der Kniescheibe kann eine Stütze, Schiene oder Orthese die Patella in ihrer Position stabilisieren und so den optimalen Bewegungsablauf ermöglichen.

Im Falle des Ersatzes des Kniegelenks oder Teilgelenks, muss das Knie ebenfalls für eine Weile komplett immobilisiert werden. Das Knie kann in die gewünschte oder benötigte Stellung gebracht und so fixiert werden. Das erlaubt ideale Heilungsprozesse. Viele Kniebandagen oder Orthesen können nach und nach verstellt werden, sodass immer mehr Bewegungsmöglichkeiten entstehen und das Knie langsam wieder mobilisiert wird.

Wer unter Problemen, wie einer springenden Kniescheibe leidet, kann auch hier mit einer soften Kniebandage oder Patellabandage die nötige Stabilität ins Gelenks bringen.

Knie- und Patellabandagen Modelle

Es gibt einfache Kniebandagen, die wie eine Art Teilstrumpf bis übers Knie gezogen werden. Sie bestehen aus einem weichen Kompressionsgestrick und können sowohl mit als auch ohne zusätzliche Silikon-Gel-Polster erworben werden. Diese stimulieren unterschiedliche Bereiche des Gelenks und stützen die Strukturen sanft ab. Dabei erlauben die elastischen Kniebandagen die größte Beweglichkeit. Sie finden bei Entzündungen und leichten Knieschmerzen Anwendung.

Elastische Kniebandage

Elastische Kniebandage zum einfachen Drüberziehen. Bildquelle: frantic00 / Shutterstock.com

Elastische Kniebandagen können auch als Orthese genutzt werden. Man spricht auch von Aktiv-Bandagen. In speziellen Bandagen sind dann Kunststoffschienen und Führungen integriert. Angebrachte Schlaufen mit Klips und Klettverschlüssen können den Druck und die Stabilität innerhalb des Knies und an der Kniescheibe erhöhen oder reduzieren. Die Schienen helfen dabei dem Bein die vorgesehen Knieführung einzuhalten. Eingearbeitete Patella Pelotten (Omega Pelotten) verhindern ein Verrutschen der Kniescheibe.

Stabilorthesen nehmen neben dem Kniebereich auch noch Teile von Ober- und Unterschenkel mit ein. Sie werden nicht über den Fuß und bis zum Knie hochgezogen, sondern werden mit Klettverschlüssen, Gurten oder Kunststoffhaltern am Bein und Knie angelegt. Sie sind starr und fixieren das Knie. Der Neigungswinkel oder die Haltung des Beins und Knies können im Vorfeld gesondert eingestellt werden. Der Tragekomfort wird bei reinen Schienenorthesen über innen liegende Polster und weihe Bezüge gewährleistet. Sowohl bei Arthrose oder nach Brüchen und Sehnenverletzungen werden Orthesen zur Ruhigstellung genutzt.

Nachtschienen werden vor allem nach einer OP und im Laufe der Rehabilitation genutzt. Sie sind genauso stabil wie andere Knieorthesen, verfügen aber über einen erhöhten Tragekomfort, um den Schlaf so angenehm wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus sind sie ebenfalls extrem stabil und verhindern unvorhergesehene Bewegungen im Schlaf.

Patellabandage

Beispiel einer Patellabandage für den Sport. Bildquelle: ChiccoDodiFC / Shutterstock.com

Spezielle Patellabandagen sind schlanke Bandagen, welche direkt unter dem Knie und am Ansatz der Patellasehnen angebracht werden. Ein Schlaufensystem erlaubt die Fest- und Verstellung des Drucks auf den Sehnenansatz. Mit ihr können ein Patellarspitzensyndrom, Reizzustände und postoperative Zustände behandelt werden.

 

Kriterien für gute Kniebandagen, Knieorthesen und Patellabandagen

  • fester Halt und Anti-Rutsch-Effekt für maximale Stabilität
  • hoher Tragekomfort durch weiche Materialien und Polster
  • atmungsaktive Materialien
  • Schlaufensysteme zur individuellen Einstellung
  • korrekte Größe und Passform

Empfehlenswerte Kniebandagen

Abco Tech Performance Ultimate Patella Kniebandage, ideal für Sport


  • Sofortige Linderung von Knieschmerzen durch gezielte Patellasehnen-Unterstützung
  • Komfortable Strap-Patella-Stütze mit weichem Neopren gepolstert, welche für angenehmen, guten Halt sorgt
  • Komfortabel einstellbar mit Klettverschlüssen mit vollständiger Anpassung an die Kniescheibenkrümmung
  • hochwertigen Materialien für geringes Gewicht und lange Lebensdauer
  • 100% Garantie auf Lebenszeit

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Bonmedico Premo Kniebandage


  • ABMESSUNG: Bitte vermessen Sie Ihr Knie bevor Sie bestellen und wählen Sie die für Sie passende Größe aus. Sehen Sie hierfür bitte die Größentabelle in der Bildübersicht. Falls Sie unsicher mit der Größe sind, bitte lieber eine Nummer größer bestellen. Die Bandage ist im Vergleich mit anderen Produkten länger und bietet so besseren Schutz und noch mehr Komfort.
  • SCHUTZ: Die Premo Kniebandage sorgt nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag für eine Entlastung beanspruchter Knie. Die Aktivbandage mit ringförmigem Funktionspolster stabilisiert durch eine starke Kompression das Kniegelenk und hilft bei der Schmerzlinderung. Durch den Silikonring wird die Kniescheibe direkt entlastet. Auch vorbeugend kann der Knieschoner eingesetzt werden. Die Knieschiene unterstützt ideal bei akuten und chronischen Meniskus Verletzungen und als Bandage beim Sport.
  • KOMFORT: Die Bandage in anatomischer Passform unterstützt den Heilungsprozess bei Knieerkrankungen bzw. beugt Neuerkrankungen vor. Seitliche Spiralstäbe halten die Kniebandage bei Bewegung in Form. Die Knie-Bandage ist angenehm und gleichzeitig unauffällig zu tragen, auch unter der Hose. Das elastische Material sowie die integrierte Ein- & Ausstieghilfe erleichtern das An- und Ausziehen der Knie-Orthese. Die Kniebandage ist für Männer und Frauen geeignet und links sowie rechts tragbar.
  • ANWENDUNG & HYGIENE: Premo lässt sich dank integrierter Anziehhilfe leicht an- und ablegen. Das Anti Slip-Gummiband im Innenbezug unterhalb der Naht sorgt für sicheren Halt. Das atmungsaktive Material ist für Neoprenallergiker geeignet und passt sich jeder Körperbewegung an. V.a. in der Beugezone der Kniekehle und im Randbereich ist es sehr weich. Es absorbiert Feuchtigkeit von innen und trocknet sehr schnell. Bitte waschen Sie den Knieschutz per Hand in kaltem Wasser mit Seife.
  • KOSTENLOSES E-BOOK: Zusätzlich zur Bandage erhalten Sie kostenlos unser neues „Handbuch der Knieschmerztherapie“ mit wertvollen Informationen rund um das Thema Knieschmerzen als E-Book. So erfahren Sie u.a. mehr über die häufigsten Ursachen von Knieschmerzen, bekommen praktische Tipps zur Behandlung und Vorbeugung sowie ein umfangreiches Trainingsprogramm für zu Hause. Das E-Book erhalten Sie nach Eingang Ihrer Bestellung automatisch auf Ihre bei Amazon hinterlegte E-Mail Adresse.

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  • Hochelastischer Strickfaden für eine fein dosierte Kompression und schnellere Muskelansteuerung, Stimulation von Muskeln und Bindegewebe, Anatomische Passform mit Haftzonen für sicheren Sitz bei max. Bewegungsfreiheit
  • Made in Germany, Feststellung der korrekten Größe durch Messen bei leichter Kniebeugung von der Mitte der Kniescheibe, Umfang Oberschenkel (44-47cm), Wadenansatz (34-37cm), Hoher Tragekomfort dank luftig-leichtem Gestrick mit 3D AIRKNIT Technology

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  • Hyperextension-Sperre
  • justierbarer Klettverschluss und vier gekreuzte Riemen
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