Das Handgelenk (Articulatio composita) ist die Verbindungsstelle von Arm und Hand. Es besteht aus mehreren Gelenken, nämlich dem Gelenk zwischen Speiche und Handwurzelknochen (Articulatio radiocarpalis, „proximales Handgelenk“) und dem Gelenk zwischen beiden Reihen der Handwurzelknochen (Articulatio mediocarpalis, „distales Handgelenk“). Dazu kommen noch die Gelenke innerhalb der Handwurzelknochen zueinander (Interkarpalgelenke). Des Weiteren schließt das Handgelenk mit den Gelenken zwischen den Handwurzelknochen und den Mittelhandknochen (Karpometakarpalgelenke und Intermetakarpalgelenke) ab. Das bedeutet, dass auch jede Menge Sehnen, Bänder und Muskeln zum Handgelenk gehören.

Das Handgelenk macht extrem viele Bewegungen möglich. Dazu gehört beim proximalen Handwurzelgelenk eine Beugung Richtung Handfläche um rund 80 Grad (Palmarflexion). Dann eine Streckung Richtung Handrücken um etwa 70 Grad (Dorsalextension). Darüber hinaus sind Abspreizbewegungen Richtung Speiche/Daumenseite als auch in Richtung Elle möglich. Diese Bewegungen nennt man Radialabduktion bzw. Ulnarabduktion. Die übrigen Gelenke sind relativ steif und verfügen nur über geringfügige Bewegungsmöglichkeiten.

Dennoch kann es bei einem so großen Bewegungsradius und bei einer so großen Anzahl unterschiedlicher Bänder und Gelenke zu Problemen mit dem Handgelenk kommen. Das erschwert Tätigkeiten wie das Schreiben, Arbeiten oder Essen. Wir brauchen Stabilität im Handgelenk, um die Dinge des Alltags zu bewältigen. Handgelenksbandagen stützen das Handgelenk, geben ihm Stabilität und schützen vor Fehlbewegungen. So können typische Probleme mit dem Handgelenk wie Zerrungen, Brüche, Verstauchungen oder Sehnen und Bänder Abrisse oder Teilabrisse besser heilen.

Probleme mit dem Handgelenk

Probleme mit dem Handgelenk können bei so viel Spielraum und so vielen Teilelementen mannigfach sein. Die häufigsten Probleme mit dem Handgelenk sind allerdings Brüche, Sehnenprobleme oder Degenerationserscheinungen.

Brüche kommen meistens am oberen Ende der Speiche vor, welche nah am eigentlichen Gelenk liegt. Ein Bruch hier legt durch die Begleiterscheinungen das ganze Handgelenk lahm. Auch die Handwurzelknochen können bei einem Sturz oder Unfall brechen. Meistens kommt es allerdings zu Sehnenverletzungen und solcher der Bänder.

Bänderrisse oder Überstreckungen und Überdehnungen können schnell passieren. Ein Sturz bei dem man sich ungünstig abstützt oder ein Gegenstand den man falsch auffängt und schon Dehnen und Strecken sich Bänder weiter als sie sollen.

Auch eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) kann im Handgelenk vorkommen. Dabei entzündet sich eine Sehne und verdickt sich. Es kommt zu Schmerzen und einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit.

Karpaltunnelsyndrom

Durch immer mehr Computerarbeit verbreitet sich das Karpaltunnelsyndrom – hier ist nur mit Ruhigstellung durch eine Handgelenkbandage Abhilfe zu schaffen. BIldquelle: interstid / Shutterstock.com

Eine weitere und weit verbreitete Erkrankung der Bänder am Handgelenk ist das Karpaltunnelsyndrom. Hierbei wird der Nervus medianus eingeengt und kann die Finger nicht mehr oder nur eingeschränkt koordinieren.

Ein Ganglion oder auch Überbein ist eine Zyste, die unter der Haut vorkommt und welche dann auf bestehende Strukturen drücken kann. Je nach Lage und Größe des Ganglions können Gelenkteile oder auch Nerven abgedrückt und beeinträchtigt werden.

Bei einem so vielseitig beschäftigten Gelenk kann es durch Überlastung oder Fehlbelastungen auch zur Arthrosekommen. Einem Verlust von Knorpelmasse, welcher letztendlich zu Entzündungen und Verschleiß führt. Typisch ist hier die Daumensattelgelenkarthrose (Rhizarthrose).

Auch rheumatoide Erkrankungen können den Gelenken innerhalb des Handgelenks zusetzen. Auch hier führen Entzündungen zu Schmerzen und einer eingeschränkten Bewegung.

Wann macht eine Handgelenksbandage Sinn?

Eine Handgelenkbandage ist immer dann sinnvoll, wenn das Handgelenk oder auch das Daumensattelgelenk ruhig gestellt und stabilisiert werden sollen.

Durch eine Handgelenksbandage wird die Bewegung des Handgelenks eingeschränkt, was durchaus gewollt ist. Entzündungen oder postoperative Zustände nach Sehnen- oder Bänderverletzungen können so schnell und gut abheilen.

Nach einem Bruch kann es sein, dass das Handgelenk auch nach Gips und Schiene eine Weile noch ruhig gehalten werden soll. Manchmal ist es auch die Unterstützung, die dem Handgelenk hilft wieder richtig zusammenzuwachsen und auch Sehnen und Bänder erst langsam wieder an Bewegung zu gewöhnen.

Wer durch dauerhafte Belastung der Handgelenke Schmerzen oder Probleme mit den Handgelenken hat, kann diese durch eine Bandage unterstützen. So kann man möglichen Überlastungen und Entzündungen vorbeugen. Vor allem im Sport werden gerne Handgelenkbandagen genutzt, um die empfindlichen und wichtigen Gelenke zu schützen.

Vor allem im Kraftsport kommen sie oft Handgelenkbandagen zum Einsatz. Da die Gelenke und Extremitäten hier mitunter extremen Lasten standhalten müssen, kann man diese stabilisieren und so auch seine Leistung steigern. Gleichzeitig schützt man das Gelenk vor Abnutzungserscheinungen.

Wer unter einem beginnenden oder fortgeschrittenen Karpaltunnelsyndrom leidet, kann das Handgelenk für eine Weile ruhig stellen und so die betroffenen Bänder und Sehnen entlasten. Auch nach einer OP muss ggf. noch eine Zeit lang eine Handgelenkbandage getragen werden, um alles in Ruhe abheilen zu lassen.

Handgelenkbandagen Modelle

Es gibt sie in einfach, in aufwendig und mit vielen unterschiedlichen Funktionen. Je nach Schwere und Art der vorliegenden Probleme kann man unterschiedliche Modelle nutzen, um das Handgelenk zu stabilisieren und zu stützen.

Die Bandagen, die wohl am ehesten für die Prävention genutzten Bandagen, sind solche, die als einfacher Schlauch aus Kompressionsgestrick über Hand, Handgelenk und Daumen gezogen werden. Es sind schlanke Bandagen, die oftmals atmungsaktiv sind.

Handgelenksbandage

Wickelbandagen sind für leichte Verletzungen und kurzfristiges Tragen ausreichend. Bildquelle: PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT / Shutterstock.com

Wickelbandagen gehören ebenfalls zu den oftmals präventiv genutzten Bandagen. Sie werden über den Daumen gezogen und so ums Handgelenk gewickelt, dass sie dieses umschließen und stützen. Dabei entstehen die stützenden Eigenschaften aus der Verbindung zum Daumen. Diese Art der Bandage besteht aus einem Kompressionsgestrick oder aus Neopren oder anderen Kunststoffgeweben. Mit integrierten Massagepolstern oder speziellen Verstärkungen können auch sie, vorausgesetzt sie werden korrekt angebracht, stimulierend wirken und die Wundheilung fördern.

Die klassische Handgelenkbandage kann entweder über die Hand gezogen werden oder sie wird mithilfe von Verschlüssen an Daumen und Handgelenk befestigt. Es sind meistens Neopren- oder Kompressionsbandagen. Sie verfügen über mehrere Polster, Silikon-Inlays und Massagepelotten. Auch Stützstreben sind möglich. Vor allem im Bereich des eigentlichen Handgelenks sind die Bandagen besonders dick, um so die Bewegung einzuschränken und das Gelenk ruhig zu stellen. Je nach Ausführung ist mehr oder weniger Bewegungsspielraum möglich. Hierbei ist auch die Grunderkrankung an der Auswahl beteiligt.

Karpaltunnelbandagen sind ebenfalls Handgelenksbandagen. Sie stellen vor allem den Bereich, in welchem die Verengung auftritt ruhig und verfügen, ähnlich wie Orthesen, über stabile Streben auf der Unterseite der Bandage.

Handgelenkorthesen sind die stabile Version der Handgelenkbandage. Sie bestehen oft aus einem Mix aus gepolsterten und bezogenen Schienen aus Kunststoff oder Metall, aus Netzgewebe, Kompressionsgestrick und Neopren. Meistens befinden sich die Schienen auf der Unterseite der Bandage, in einigen Fällen wird auch der obere Bereich geschient. Je nachdem, welche Bewegungen zur Heilung des Gelenks dienlich sind und welche nicht.

Kriterien für gute Handgelenkbandagen

  • atmungsaktive Materialien
  • feuchtigkeitsregulierend
  • falls gewollt Wärmeeffekt
  • Massagepelotten
  • Stützstreben und Schienen zur Ruhigstellung und Stabilisierung
  • fester Sitz für einen guten Halt
  • rutschfest
  • ideale Größe und Passform

Empfehlenswerte Handgelenkbandagen

Actesso Handgelenkbandage mit Schiene bei Karpaltunnelsyndrom, Verstauchungen, Sehnenscheidenentzündung und Handgelenk Arthritis. Medizinisch bewährt


  • Diese Handgelenkbandage ist ideal für Karpaltunnel, Fraktur, Zerrungen des Handgelenks, Sehnenscheidenentzündung und Arthritis.
  • Die Handbandage mit einer Metall-Palmarschiene trägt zur Schmerzlinderung bei und reduziert die Belastung bei verletzten Handgelenken
  • Ideal sowohl für die Benutzung am tag während der Arbeit am Computer als auch in der Nacht beim Schlafen
  • Gefertigt aus einzigartigem, weichem, ventiliertem Neopren, das Feuchtigkeit von der Haut wegtransportiert und aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften Bakterien und Geruchsbildung verhindert
  • Von Klinikern des britischen Gesundheitsdienstes NHS entwickelt und geprüft.
  • Größenbestimmung – Messen Sie einfach Ihren Handgelenkumfang in Zentimetern (siehe Bild) und wählen Sie Ihre Größe und Hand, links oder rechts. Klein (13-15), Mittelgroß (15-17), Groß (17-19), XL (19-21). Ideal für Männer und Frauen

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  • SCHMERZLINDERUNG – Bei schweren Verletzungen & starken Schmerzen, wie Karpaltunnelsyndrom, Arthritis und hoher Belastung des Handgelenks.
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