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Der Fuß ist ein extrem komplex aufgebautes Körperteil. Neben den Knochen und Muskeln sind auch eine Reihe von Nerven an dessen Funktionsfähigkeit beteiligt. Zu diesen Nerven gehört auch der Nervus peroneus communis. Dieser Nerv steuert den Fußhebermuskel am vorderen Schienbein. Ist er geschädigt, kann auch der Muskel die Informationen vom Gehirn nicht mehr erhalten und umsetzen. Für diesen Fall kann einen Fallfußbandage helfen.

Wann braucht man eine Fallfußbandage?

Fallfuß Bandage
Die Fallfuß-Bandagen sehen teilweise abenteuerlich und unterschiedlich aus. Letztlich geht es darum, den nach unten hängenden Fuß zu stützen. Bildquelle: Praisaeng / Shutterstock.com

Wenn der Fuß nicht mehr von sich aus in eine gerade Haltung gebracht werden kann, ist es sinnvoll, eine Fallfußbandage zu nutzen. Das kann bei einem Fallfuß sein oder auch bei einer Fußheberschwäche. .

Eine Fallfußbandage bringt den Fuß in eine gerade Lage. So wird der Gang normalisiert und alltägliche Dinge wie Spazierengehen und Laufen werden wieder möglich.

Oft entsteht die Fallfußlähmung durch einen Schlaganfall, einen Bandscheibenvorfall oder auch ein Schädel-Hirn-Trauma. Ursächlich können aber auch Erkrankungen wie MS (Multiple Sklerose) oder andere Nervenerkrankungen oder Verletzungen sein, denn durch seine teilweise oberflächliche Lage ist er besonders anfällig für Verletzungen durch Tritte, Stöße und Quetschungen. Aufgrund einer Schädigung des Nervens kann das Gehirn dann die Fußhebermuskulatur nicht mehr steuern.

Anzeichen für den Einsatz einer solchen Bandage können sich durch die folgenden Symptome äußern:

  • Die Zehen und der Fuß lassen sich nur mühsam anheben
  • Es kribbelt in den Füßen
  • Sie haben Schmerzen am Fußrücken

Ziele einer Fallfußbandage

Der klare Vorteil dieser Orthesen, Bandagen und Schienen ist die Stabilisierung der Fußstellung. Ohne eine korrekte Fußstellung ist die Beweglichkeit im Alltag stark eingeschränkt. Unbehandelt kann es schnell zu Unfällen kommen oder die Ausgleichs- und Schonhaltung die der Betroffene automatisch einnimmt, wirkt sich negativ auf den gesamten Bewegungsapparat aus. Es könnte zu weiteren muskulären Beeinträchtigen und Schäden kommen. Der Einsatz einer Fallfußbandage ist bei bestehenden Problemen also auch eine Prävention von neuen und weiteren Begleiterkrankungen.

Wodurch zeichnet sich eine gute Fallfußbandage aus?

  • Stabilität für sicheren Halt
  • Waschbares oder zu reinigendes Material zur Hautschonung
  • verschiedene Einstellungen für individuelle Anpassung
  • Atmungsaktivität gegen Schwitzen und Feuchtigkeit
  • Unterstützung für normales Gangbild
  • hoher Tragekomfort

Anwendungen einer Fallfußbandage im Überblick

Achillessehnenprobleme

Bei Problemen mit der Achillessehne, bei welchen eine Senkung bzw. ein Herabhängen des Fußes vermieden werden soll, kann ebenfalls eine Fallfußbandage eingesetzt werden (siehe Achillessehnen-Bandagen).

Neurologische Erkrankungen

Bei teilweisen Paresen oder dem Ausfall bestimmter Muskelgruppen durch neurologische Erkrankungen kann eine Fallfußbandage oder Fallfußorthese ebenfalls helfen, ein normales Gangbild beizubehalten. Es ist die ideale Funktionsunterstützung bei muskulären und neurologischen Defiziten.

Spitzfuß

Fußfall Ursachen
Gründe für den Fallfuß gibt es viele, oft liegt eine Schädigung der Nerven (z.B. im Gehirn oder Rücken) vor, die den Nerv des Fußbeugers lahmlegen und ggf. weitere Bereiche des Fußes. Bildquelle: YAKOBCHUK VIACHESLAV / Shutterstock.com

Eine weitere Erkrankung, bei der eine Fallfußbandage angezeigt ist, ist der Spitzfuß (Pes equinus). Hierbei ist die Ferse hochgestellt und die Betroffenen können nicht richtig auf den Boden treten. Infolge einer Nervenstörung nach der Geburt entwickeln sich die verantwortlichen Muskeln zu unterschiedlich und die Ferse wird durch eine Muskelverkürzung nach oben gezogen. Nach einer chirurgischen Behandlung kann eine Fallfußbandage helfen den vorderen Teil des Fußes nach oben und die Ferse so nach unten zu ziehen.

Probleme des Schienbeinmuskels

Der Fallfuß (Peroneuslähmung bzw. Peroneus-Parese) ist also eine Lähmung des Nervus peroneus oder des vorderen Schienbeinmuskels (Musculus tibialis anterior). Der Nerv steuert das Anheben des Fußes. Der Peroneusnerv entspringt dem Ischiasnerv (Nervus ischiadicus) und teilt sich am Kniegelenkbereich in zwei Hauptäste auf. In den Wadenbeinnerv (Nervus peroneus superficialis) und den tiefen Wadenbeinnerv (Nervus peroneus profundus). Der Nerv verläuft an den Außenseiten des Knies um das Wadenbeinköpfchen (Fibulaköpfchen).

Verschiendene Modelle einer Fallfußbandage

Klassische Fallfußbandage

Die klassische Fallfußbandage besteht aus einem soften Neopren oder atmungsaktiven Kunststoffgemisch. Typisch für diese Bandagen sind die Schlaufen, welche den Vorderfuß nach oben ziehen und ihn so in eine normale Haltung bringen. Damit der Fuß auch angemessen in Position gebracht werden kann, wird die Bandage um den Knöchel und den Fuß gezogen. So kann am Knöchel mittels Schlaufen der Zug nach oben erfolgen. Dabei können diese Schlaufen entweder mit einem Wickel-Klettverschluss angezogen und befestigt werden, oder mit speziellen Haken. Es gibt spezielle Fallfuß-Hausschuhe, die sogar eine weiche und komfortable Sohle haben.

Wickelbandage

Eine weitere Möglichkeit sind auch bei diesen Bandagen die Wickelbandagen. Sie werden am Knöchel befestigt und ein starkes Band, das von der Mitte des vorderen Knöchels ausgeht, wird vorne am getragenen Schuh befestigt. Beide Varianten sind sehr leicht in der Handhabung und auch der Tragekomfort ist hoch.

Fallfußschiene

Die Fallfußschiene ist eine Art Kombination aus Bandagenelementen und Kunststoffschiene. Es ist eine Schiene, auf welcher der gesamte Fuß steht und die am hinteren Unterschenkel hochläuft. Integrierte Bandagen sorgen für den nötigen Halt und erleichtern so den Alltag. Dabei ist die Kunststoffschiene extrem leicht und gleichzeitig anpassungsfähig. Man muss also kein starres oder unangenehmes Gefühl fürchten.

Orthese

Fallfußorthesen verfügen über ein integriertes Gelenk. Wenn das Knöchelgelenk seine Funktion nicht mehr ausführen kann, kann das integrierte Gelenk dies machen. Durch eine entsprechende Bewegung bringt die Orthese den Fuß automatisch in die richtige Position. Es kann den Fuß anheben und kann die Fußstreckung in Richtung Schienbein und die Fußbeugung Richtung Boden beeinflussen bzw. vereinfachen. Die Orthesen sind eine Kombination aus festen Kunststoffschienen, Bandagen, Schlaufen und Metallgelenken.

Ursachen für Probleme mit dem Fußheber

  • Ursachen hierfür kann zum Beispiel ein Schlaganfall (Apoplex) sein.
  • Ein Schädel-Hirn-Trauma kann ebenfalls zum Ausfall dieser Gehirnareale führen.
  • Paresen (unvollständige Lähmungen) der Beinmuskulatur oder einer Körperhälfte aufgrund eines Unfalls oder durch Gewalteinwirkung können ebenfalls zum Fallfuß führen.
  • Multiple Sklerose oder Parkinson sind beides Erkrankungen, bei denen die Nerven betroffen sind. Erreichen die entsprechenden Signale vom Gehirn zum Anheben des Fußes den Fußheber nicht mehr oder kann dieser nicht weiterleiten, kommt es zu Einschränkungen beim Gang.
  • Auch eine Rückenmarksverletzung durch einen Bandscheibenvorfall oder ein Trauma kann zur Lähmung oder teilweisen Lähmung des Nervs und Muskels führen.

Eine Fallfußbandage bringt den Fuß in eine gerade Lage. So wird der Gang normalisiert und alltägliche Dinge wie Spazierengehen und Laufen werden wieder möglich.

Christian Finke
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