Der Ellenbogen oder auch das Ellenbogengelenk (Articulatio cubiti) verbindet den Oberarm (Humerus) und den Unterarm, bestehend aus Speiche (Radius) und Elle (Ulna), zu einem Gelenk. Genau genommen handelt es sich um drei Teilgelenke, welche von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umschlossen werden.

Die drei Teilgelenke sind das Oberarm-Ellen-Gelenk (Humeroradialgelenk), das Oberarm-Speichen-Gelenk (Humeroulnargelenk) und das obere Ellen Speichen Gelenk (proximales Radioulnargelenk). Drei Knochen sind also darin über Kugel-, Scharnier- und Zapfengelenk miteinander verbunden. Der Unterarm kann im Ellenbogengelenk gebeugt und gestreckt werden, ganz im Gegensatz zum Oberarm.

Überdies ist das Gelenk an den Umwendebewegungen der Hand beteiligt. Diese kommen durch eine komplexe Drehbewegung der Speiche zustande. Dabei wird der Ellenbogen jeden Tag genutzt und belastet. Schon Tätigkeiten wie Schreiben, Heben, Tippen am PC oder Sport sind komplizierte Tätigkeiten für dieses vielseitige Gelenk, welches durch kräftige Seitenbänder stabilisiert wird.

Zum einen das Ellen-Seitenband (Ligamentum collaterale ulnare) und das Speichen-Seitenband (Ligamentum collaterale radiale). Wie man sieht, bietet dieses komplizierte Gelenk damit auch viel Angriffsfläche und mögliche Beschädigungspunkte.

Ellenbogen Verletzungen und andere Beschwerden

Insgesamt gehören zu den häufigsten und typischen Verletzungen des Ellenbogengelenks:

  • Arthritis
  • Arthrose
  • Überstreckung oder Verrenkung
  • Schleimbeutelentzündung
  • Tennisarm
  • Golferellenbogen

Verletzungen der beteiligten Muskeln

Vor allem bei sportlichen Belastungen gibt es immer wieder typische Verletzungen. So kann es bei einer Fehlbeanspruchung oder durch eine generelle Überlastung zur Reizung der Muskelursprünge der Handstreck- bzw. Handbeugemuskulatur kommen. Eine bekannte Beanspruchung. die Tennisarm oder Golferellenbogen genannt wird. Es sind Reizzustände der Muskelansätze des Unterarmknochens, welche am unteren Oberarmknochen entspringen.

Tennisarm

Der Tennisarm ist eine der häufigsten Gründe für eine Ellenbogenbandage. Bildquelle: Robert Kneschke / Shutterstock.com

Beim Tennisarm ist der äußere Ansatz des Oberarmknochens betroffen und beim Golferellenbogen der innere Ansatz. Grund dafür kann eine zu starke Belastung sein. Eine falsche Technik beim Sport, eine zu einseitige Beanspruchung als auch eine permanente Schlafhaltung in Seitenlage sind ebenfalls Gründe für eine Verletzung der Muskeln am Ellenbogen.

Eine Verrenkung oder Überstreckung der Muskeln, als auch Sehnen und Bänder, kommt durch eine Überbelastung des Gelenks zustande. So zum Beispiel beim Heben zu schwerer Gegenstände oder einer falschen Belastung des Gelenks. Eine falsch getragene Kiste, der viel zu schwere Einkauf oder auch sportliche Betätigung wie sie beim Krafttraining oder Brake Dance vorkommen, können Grund für eine Verrenkung oder Überstreckung sein.

Entzündliche Erkrankungen von Gelenk und Schleimbeuteln

Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung des Gelenks bzw. der Gelenke, welche sowohl durch bakterielle Infektionen, als auch durch rheumatoide Erkrankungen zustande kommen können.

Die Schleimbeutel am Ellenbogen können sich ebenfalls entzünden. Sie liegen außerhalb des Ellenbogengelenks direkt unter Haut und dienen dem Abdämpfen von Druck und Reibung zwischen Knochen, Sehnen und Bändern. Sie können sich durch Verletzungen oder eine zu starke dauerhafte Belastung und Überreizung entzünden.

Brüche und Abnutzungserscheinungen

Ellenbogen Arthrose

Ellenbogen-Arthrose verursacht starkte Schmerzen. Hilfe versprechen schmerzstillende Cremes als auch Ellenbogenbandagen. Bildquelle: Photographee.eu / Shutterstock.com

Eine Ellenbogenarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Knorpels innerhalb des Ellenbogengelenkes. Mit steigendem Alter und bei regelmäßiger Beanspruchung, wie sie bei Handwerkern zu finden ist, vermindert sich das Kollagen im Knorpel. Es wird weniger und dämpft die beteiligten Knochen nicht mehr gegeneinander ab. Mit der Zeit kommt es auch zur Abnutzung der Knochen, was wiederum entzündliche Prozesse innerhalb des Gelenks auslösen kann.

Verletzungen bzw. Brüche (Frakturen) können an Oberarmgelenkköpfen, dem Radiusköpfchen und dem Epicondylus (Knochenvorsprung am Oberarmknochen) auftreten. Brüche der Oberkante der Elle (Olecranon) machen ungefähr 10 % der Ellenbogenverletzungen aus. Generell werden Frakturen des Radiusköpfchens durch einen Sturz auf die gestreckten Arme verursacht. Frakturen oberhalb des Gelenkkopfes verursachen eine seitliche Verschiebung des Endes des Oberarmknochens. Hier ist ein direktes Trauma, also ein Sturz auf die direkte betreffende Stelle, Grund für den Bruch. Verletzungen von Oberarmgelenkköpfen kommen eher selten vor.

Wann Ellenbogenbandagen Sinn machen

Oft merkt man gar nicht, wie viel der Ellenbogen am Tag und in der Nacht arbeitet. Beugen, Drehen und Strecken sind ganz selbstverständliche Bewegungen. Ist es erst einmal zu einer Überbelastung, Fehlbelastung oder einer entzündlichen Veränderung der Strukturen innerhalb des Ellenbogens gekommen, dann kann eine Ellenbogenbandage helfen, mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen umzugehen. Sie kann Stabilität verleihen, Schwellungen und Schmerzen mindern.

Angezeigt ist die Nutzung einer Ellenbogenbandage bei:

  • Tennisellenbogen („Tennisarm“) oder Golferellenbogen („Golfarm“)
  • Arthrose und Arthritis
  • Nach einer OP oder einer Fraktur
  • Weichteilrheumatismus oder Fibromyalgie

Je nach Art der Bandagen, können sie als lange, elastische Bänder zum Wickeln vorkommen oder als Kompressionsgestrick. Dabei sind Kompressionsbandagen die gängige Form.

Bei ihnen sind spezielle Massagepelotten eingearbeitet. Sie üben gezielt Druck aus und können, je nach Erkrankung, den Heilungsprozess beschleunigen. Insgesamt sorgen Ellenbogenbandagen für:

  • Schmerzlinderung
  • Entlastung des Gelenkapparates
  • Aktivierung von Gelenk und Knochen
  • Förderung der Beweglichkeit
  • Fördern die Eigenwahrnehmung des Körpers
  • Schutz vor Fehlbelastung

Dazu kommt, dass Ellenbogenbandagen in den meisten Fällen atmungsaktiv, schwitzfrei, antibakteriell, faltenfrei und in unterschiedlichen Größen und Ausführungen erhältlich sind.

Ellenbogenbandagen Modelle

Es gibt Ellenbogenbandagen und Ellenbogenorthesen. Diese werden je nach Erkrankung unterschiedlich eingesetzt. Die Bandagen umschließen oft den gesamten Ellenbogen, während eine Orthese wesentlich kleiner ausfallen kann.

Ellenbogenbandagen können aus zwei unterschiedlichen Geweben bestehen. Es gibt die elastischen Wickelbandagen, welche man wahrscheinlich eher vom Boxsport kennt. Allerdings sind es hier wickelbare Bandagen, die entweder über Haken oder mittels Klettverschlüssen geschlossen werden. Sie sind bei beginnenden Problemen, bei rheumatischen Erkrankungen oder bei einer permanenten Belastung eine gute Präventivmaßnahme. Sie stützen und entlasten das Gelenk und verhindern falsche Bewegungen.

Kompressionsbandagen gehören zu den klassischen Ellenbogenbandagen. Sie bestehen aus einem Stück/Schlauch, der in unterschiedlichen Größen erworben werden kann. Schließlich ist jeder Arm anders. Sie werden über die Hand, den Unterarm hoch bis zum Ellenbogen gezogen. Sie können nur aus einem Kompressionsgewebe bestehen oder sie sind mit unterschiedlichen Silikon-Inlays, Polstern und Massagepelotten ausgestattet. Diese sind perfekt an die Anatomie des Ellenbogens angepasst und unterstützen Muskeln, Sehnen und Bänder. Der Ellenbogen bleibt beweglich und wird dank des Kompressionseffekts massiert und stimuliert. Dieser Effekt kann oft mittels einer verstellbaren Schlaufe individuell eingestellt werden. Das kann Schmerzen nehmen und die Heilung fördern.

Ellenbogenorthesen sind weniger beweglich. Sie werden eingesetzt wenn der Ellenbogen Stabilität, Führung oder Ruhe braucht. Das kann nach einer Operation der Fall sein oder bei der Regenerationsphase nach einem Teilabriss eines Muskels oder einer Sehne. Vor allem bei Sehnenproblemen wie dem Tennisarm oder dem Golferellenbogen kommt eine Orthese zum Einsatz. Sie drückt gezielt auf die Sehnenansätze und entlastet diese. Ellenbogenorthesen können meistens über einen Klettverschluss verstellt werden. Je nach Schmerzintensität und Arm der betroffenen Person.

Kriterien für den Kauf guter Ellenbogenbandagen

  • Passgenaue Ausführung
  • verstellbar
  • atmungsaktiv
  • rutschfest
  • knitterfrei
  • antimikrobiell
  • Pelotten und Silikon-Inlays zur punktgenauen Entlastung und Stimulierung
  • Möglichkeit zur Reinigung

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